Unter der Registernummer 306 28 531 wurde am 12. September 2006 die neben stehende Darstellung als Bildmarke in das Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) aufgenommen. Gemeinsam mit der bereits geschützten Wortmarke „FLAMARIUM“ repräsentiert es von nun das Dienstleistungsangebot der Gütegemeinschaft Flamarium.
Das Motiv der Bildmarke stellt einen direkten Bezug zur Feuerbestattung her. In Analogie zur Wortmarke „FLAMARIUM“, eine Ableitung des lateinischen Begriffs „flamma“ bzw. der englischen Bezeichnung „flame“ (dt. Flamme), wurden Flammen als Symbol der Feuerbestattung gewählt. Auffällig ist der ungewöhnliche Verlauf der Flammenausbreitung. Die Flammenentwicklung erfolgt in Form von zwei sich umschließenden Spiralbahnen. Diese bewusst gewählte geometrische Erscheinungsform wird als Doppelhelix bezeichnet und kennzeichnet den Aufbau der menschlichen Erbsubstanz - die sogenannte DNA (international gebräuchliche Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure).
Sämtliche Informationen, die ein Organismus zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und zur Fortpflanzung benötigt, sind in seiner DNA gespeichert. Sie kann gewissermaßen als das Molekül des Lebens angesehen werden und ist ein unverwechselbares Kennzeichen der menschlichen Identität (Bem.: Nur eineiige Zwillinge haben eine identische DNA). Durch die Verknüpfung der DNA, dem Sinnbild des menschlichen Lebens mit dem Element Feuer als Synonym für Vergänglichkeit und Veränderung, wird das Wesen der Feuerbestattung in bildhafter Weise wiedergegeben.
Die DNA wurde 1869 von Friedrich Miescher entdeckt (1). Dieses für die Medizin historische Datum deckt sich mit einem für das Feuerbestattungswesen bedeutenden Ereignis. Im Jahr 1869 sprach sich der internationale medizinische Kongress in Florenz für die Einführung der technisierten Feuerbestattung aus.
Nicht nur geschichtliche Daten vereinen die Medizin mit dem Feuerbestattungswesen. So ist es insbesondere engagierten Medizinern wie Carl Reclam (1821 – 1890) zu verdanken, dass im Jahr 1878 die erste Feuerbestattungseinrichtung in Deutschland ihren Betrieb aufnehmen konnte. Die Gestaltung der Bildmarke erfolgte insofern auch unter Beachtung dieser besonderen Verbindung.
1) Ihre Funktion und Struktur wurden erst im Jahre 1953 von Watson und Crick aufgeklärt