Flamarium Saalkreis GmbH & Co. KG - Umwelt- und Energiemanagementsystem EMAS

Die hallesche Feuerbestattung (Teil 3)

In der Geschichte der halleschen Feuerbestattung gab es immer wieder einen Wechsel der Betreiber, der meist in Zusammenhang mit den politischen Gesellschaftsverhältnissen stand. Zu Beginn war der Betrieb des Krematoriums durch den 1920 gegründeten Volks-Feuerbestattungsverein geregelt. Dieser übernahm ab 1925 die hallesche Bestattungsfürsorge mit eigenem Fuhrunternehmen und Sargbetrieb.

Der Verein wurde 1934 von den Nationalsozialisten aufgelöst und rechtswidrig enteignet. Wie alle regionalen Feuerbestattungsvereine wurde er im Großdeutschen Verband integriert, der damit die einzige Feuerbestattungsorganisation in Deutschland war. Mit der Verabschiedung des ersten Feuerbestattungsgesetzes wurden die Richtlinien der Feuerbestattung  vereinheitlicht. Die in den Bundesländern geregelten Eckpunkte zur Feuerbestattung beziehen sich in Teilen noch heute auf dieses Gesetz von 1934.

Der Betrieb der Einäscherungsanlage auf dem Gertraudenfriedhof ging an die Kommunen über. Bis zur deutschen Wende war sie für die Feuerbestattung in Halle (Saale) zuständig, bevor 1990 der Gemeinnützige Feuerbestattungsverein Halle e.V. diese hoheitliche Aufgabe übernahm. Als neuer Pächter des Krematoriums erneuerte der Verein 1991 bis 1993 die Einäscherungsanlage und übernahm den Betrieb. In der Tradition des Volks- Feuerbestattungsvereines wurden auch bestattungskulturelle Belange Teil der Arbeit, so dass der Verein maßgeblich zum Erhalt der Gebäude und Brunnen auf dem Gertraudenfriedhof beitragen konnte.

2010 wurde der Einäscherungsbetrieb auf dem Gertraudenfriedhof von der Flamarium Saalkreis GmbH & Co.KG übernommen. Während der Gemeinnützige Feuerbestattungsverein Halle e.V. weiterhin für den Betrieb Feierhallen verantwortlich ist, informiert der 1998 als Feuerbestattungsförderverein gegründete heutige Mitteldeutsche Feuerbestattungsverein e.V. die Bürger und Bürgerinnen zu allen Bestattungsfragen und garantiert seinen Mitgliedern eine kostenfreie Einäscherung in einem der Häuser des Flamarium.

Die Feuerbestattung auf dem Gertraudenfriedhof wird in hochmodernen Etagenöfen vollzogen. Unter strengen Emissionsauflagen arbeitet das Flamarium heute sowohl im Sinne der Umwelt als auch im Sinne der Bestattungskultur. Im Krematorium auf dem Gertraudenfriedhof und auch im Flamarium im Kabelsketal wird das Prinzip der ganzheitlichen Feuerbestattung gelebt. Der Abschied, die Einäscherung und auch die Beisetzung eines verstorbenen Menschen sind an einem Ort möglich. Angehörige können selbst bei der Einäscherung dabei und so bis zum Ende ein Begleiter sein. Die Häuser der Flamarium Saalkreis GmbH & Co.KG können auf Anfrage jederzeit besichtigt werden.

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Autor: Michael Kriebel, Vorstand des Gemeinnützigen Feuerbestattungsverein Halle e.V., Geschäftsführer Flamarium Saalkreis GmbH & Co.KG

dieser Beitrag erschien 2014 im Buch Natur und Kunst - Architektur und Landschaft: 100 Jahre Gertraudenfriedhof in Halle (Saale)

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