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Aktion Lichtpunkt 2014


Mittwoch, den 05. November 2014

Für eine lebenswerte Zukunft nach dem Tod eines Kindes

Der Tod des eigenen Kindes – unfassbar, brutal und schockierend. Jährlich sterben in Deutschland tausende Kinder an Krankheiten, durch Unfälle oder Gewalttaten. Zurück bleiben traumatisierte Mütter und Väter in unendlichem Leid. Aber auch Geschwisterkinder, Angehörige und Freunde müssen mit dem Verlust leben lernen. Häufig mangelt es dem Umfeld an einer Sprache, einem Ausdruck, den Betroffenen Trost zu spenden, der mehr ist als nur vordergründiges Vertrösten.

Lichtpunkte setzen – Erinnerung leben

Mit dem Verlust leben lernen, das bedeutet jedoch nicht etwa, zu vergessen. Für die Betroffenen ist klar: Durch die aktiv gelebte Erinnerung existieren ihre Kinder weiter. Zum Gedenken an die Kinder, die zu wenig Zeit auf der Welt hatten, und in Anteilnahme mit den Trauernden gibt es jährlich vom 1. November bis zum 31. Dezember die „Aktion Lichtpunkt“. Sie gibt der Trauer ein sichtbares und fühlbares Zeichen – den Lichtpunkt, eine weiß-goldene Trauernadel°, die an der Kleidung getragen wird. Der Erlös aus dem Verkauf der Lichtpunkte und Spenden unterstützen die überwiegend ehrenamtliche Arbeit des Bundesverband Verwaister Eltern und trauernder Geschwister in Deutschland e.V. (VEID).

Zurück finden

Der VEID ist der Dachverband von über 500 Selbsthilfegruppen in Deutschland. Er ist somit die erste Anlaufstelle für Eltern, die nach dem Tod ihres Kindes einen Weg zurück in ein lebenswertes Leben finden müssen. Er hilft bei der Organisation & Koordinierung dieser Gruppen, die die trauernden Menschen begleiten. Er entwickelt ein Curriculum und bildet zertifizierte Trauerbegleiter aus.

Stirbt ein Kind, sterben Familien

Daneben vertritt der VEID die Interessen der Betroffenen auch in gesellschaftlicher und politischer Hinsicht. Denn durch den Tod eines Kindes zerbrechen Familienstrukturen: Mehr als die Hälfte der Elternpaare trennen sich, andere entscheiden sich für den Suizid, weil sie mit ihrem Schicksal nicht leben können. Aktive Menschen fallen in ein tiefes Tal der Handlungsunfähigkeit. Trauernde Geschwister leiden oft doppelt: Zum Einen erleben sie den Verlust der Schwester oder des Bruders, zum Anderen brechen die wichtigsten Bezugspersonen – ihre Eltern – oft gänzlich weg, da sie sich in ihrer Trauer nicht einmal um sich selbst kümmern können. Arbeitsunfähigkeit und Verdienstausfälle gehören zu den vielen Folgen der schmerzlichen Trauer und bedrohen viele Familien in ihrer Existenz.

Es braucht mehr als nur Geld

Die Aktion Lichtpunkt ist mehr als eine reine Spendenaktion. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Probleme und die Bedürfnisse betroffener Menschen auszudrücken und mitzuteilen. Daraus ergibt sich ein besseres Verständnis zwischen den Betroffenen und den Menschen, die ihre Unsicherheit in der Begegnung mit den Trauernden überwinden und mehr erfahren wollen über das, was sie helfend tun können. Das schließt nicht nur den einzelnen Bürger ein, sondern auch Institutionen (z.B. Krankenkassen) und politische Gremien. Denn auf dieser Ebene gibt es noch viel Handlungsbedarf.

Lichtpunkte als Zeichen der Solidarität und Anteilnahme

Jeder einzelne, verkaufte Lichtpunkt findet seinen Platz auch auf einer digitalen Lichtpunktkarte. Im Jahr 2013 zählte sie über die deutschen Grenzen hinaus bereits über 1.500 Punkte. Am diesjährigen Weltgedenktag für verstorbene Kinder, dem 14. Dezember 2014, soll ein noch größeres Lichtermeer gegen die Dunkelheit anstrahlen und den Betroffenen eine tief gefühlte Verbundenheit
demonstrieren.

Weiterführende Links
www.aktionlichtpunkt.de
www.veid.de

Ansprechpartnerin Pressearbeit
Anne Scheschonk
E-mail: redaktion(at)aktionlichtpunkt.de
Tel.: 0177/9170001


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