Nachhaltigkeit spielt in vielen Bereichen unseres Lebens eine immer größere Rolle. Auch im Bestattungswesen beschäftigen sich Unternehmen zunehmend mit der Frage, wie sie Verantwortung für Umwelt, Mitarbeitende und Gesellschaft konkret leben können.
Das Flamarium Saalkreis berichtet bereits seit mehreren Jahren gemeinsam mit dem Peter & Schmidt Krematorium Siegen sowie dem Rhein-Taunus-Krematorium über seine Nachhaltigkeitsleistungen nach den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Dabei wurde immer deutlicher, dass viele Themen nicht einzelne Unternehmen, sondern die Branche insgesamt betreffen.
Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die „Plattform Nachhaltige Krematorien”.
Sie richtet sich an Krematorien, Bestattungsunternehmen und alle Interessierten, die sich mit Nachhaltigkeit im Bereich der Feuerbestattung beschäftigen möchten. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen, Wissen zu bündeln und Entwicklungen sichtbar zu machen.
Nachhaltigkeit nachvollziehbar machen
Nachhaltigkeit besteht nicht nur aus einzelnen Maßnahmen oder guten Absichten. Sie zeigt sich in vielen Bereichen eines Unternehmens, beispielsweise im Umgang mit Energie und Ressourcen, in der Unternehmenskultur, in der Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden und Partnern oder im gesellschaftlichen Engagement.
Die Plattform möchte dazu beitragen, diese Themen nachvollziehbar zu dokumentieren und Entwicklungen transparent darzustellen. Dabei geht es nicht darum, fertige Antworten zu liefern. Vielmehr soll ein Ort entstehen, an dem Erfahrungen geteilt, Fragen diskutiert und neue Ideen entwickelt werden können.
Zehn gemeinsame Standards
Die Mitglieder der Plattform verpflichten sich zu zehn gemeinsamen Handlungsfeldern. Diese bilden die Grundlage für die jährliche Berichterstattung und die gemeinsame Weiterentwicklung.
Dazu gehören:
- Transparente Nachhaltigkeitsstrategie und -berichterstattung
- Messung und Reduzierung klimaschädlicher Emissionen
- Förderung von Innovationen im Bereich der nachhaltigen Kremation
- effizienter Einsatz von Energie und Ressourcen.
- Förderung von Biodiversität und naturnaher Friedhofsgestaltung.
- Schutz und Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden
- Gute Arbeitsbedingungen und Mitarbeiterzufriedenheit
- Chancengleichheit und faire Entwicklungsmöglichkeiten
- Verantwortungsvoller Umgang mit Geschäftspartnern und Lieferketten
- Unterstützung gemeinnütziger und gesellschaftlicher Projekte
Austausch statt Einzelkämpfertum
Viele Herausforderungen beschäftigen Krematorien – unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Standort. Gleichzeitig entstehen an verschiedenen Orten gute Ideen und praktische Lösungen, die oft auch für andere Unternehmen interessant sind.
Die Plattform soll dazu beitragen, solche Erfahrungen sichtbar zu machen und den Austausch innerhalb der Branche zu fördern.
Geplant sind unter anderem regelmäßige Treffen, Fachgespräche und Seminare zu unterschiedlichen Nachhaltigkeitsthemen im Kremationswesen.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Nachhaltigkeit ist kein Zustand, den man irgendwann erreicht. Sie ist ein fortlaufender Prozess, der immer wieder überprüft und weiterentwickelt werden muss.
Mit der Plattform „Nachhaltige Krematorien” möchten wir diesen Weg gemeinsam gehen und dazu beitragen, dass Verantwortung, Transparenz und nachhaltiges Handeln auch künftig einen festen Platz im Kremationswesen haben.
Weitere Informationen zur Plattform finden Sie unter: http://www.nachhaltige-krematorien.de



